Herzinfarkt

Der Herzinfarkt ist Todesursache Nummer Eins in der Schweiz. Durch rasches und richtiges Handeln im Notfall können die Überlebenschancen vergrössert und die bleibenden Schäden am Herzen vermindert werden.

Zahlen und Fakten zum Herzinfarkt

  • In der Schweiz sind jährlich rund 30’000 Menschen von einem akuten koronaren Ereignis (Herzinfarkt und/oder Angina pectoris) betroffen.
  • Der Herzinfarkt ist Todesursache Nummer Eins in der Schweiz und weltweit.
  • Vier von fünf Herznotfällen ereignen sich ausserhalb des Spitals.
  • Herzinfarkt-Betroffene werden durchschnittlich mit einer Verzögerung von 4-6 Stunden ab Symptombeginn ins Spital eingeliefert.
  • Die Überlebenschancen sind grösser und bleibende Schäden am Herzen kleiner, je schneller die medizinische Notfallbehandlung einsetzt.

Symptome

Der Herzinfarkt zeigt sich in den meisten Fällen durch folgende Beschwerden:

  • heftiger, beengender Druck und klemmende Schmerzen in der Brustmitte von mindestens 15 Minuten Dauer, oft ausstrahlend in Schultern und Arme (meist links), den Hals, Unterkiefer oder Oberbauch
  • Übelkeit, Schwäche, Schwitzen, eventuell kalte blasse Haut
  • Angstgefühl, Atemnot

Achtung! Bei Frauen, Diabetikern und älteren Patienten können folgende Symptome als alleinige Warnsignale auftreten: Luftnot, unerklärliche Übelkeit und Erbrechen, Druck in Brust, Rücken oder Bauch.

Sofort Notrufnummer 144 alarmieren!



Warnsignale bei bisher gesunden Personen

Ein Herzinfarkt ereignet sich nur in seltenen Fällen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Oft deuten bereits Wochen oder Monate zuvor Warnsingnale auf eine Herzerkrankung hin. Wer Alarmzeichen bei sich oder nahe stehenden Personen ernst nimmt, hat gute Chancen, einem schwerwiegenden Ereignis zuvorzukommen. Melden Sie sich sofort bei Ihrem Arzt, falls folgende Beschwerden erstmals auftreten:

  • beklemmende Enge im Brustkorb, besonders bei Anstrengung
  • Druckgefühl im Brustbereich oder stechende Schmerzen
  • Ausstrahlung dieser Schmerzen in den linken Arm, den Rücken, die Schulterblätter oder den Unterkiefer
  • plötzliche Schmerzen im Oberbauch
  • Atemnot bei Anstrengung

Bedrohliche Anzeichen bei Personen mit Angina pectoris

Häufigere, intensivere, länger dauernde und sogar unter Ruhebedingungen auftretende Anfälle mit den oben beschriebenen Symptomen, die nach Einnahme des vom Arzt verordneten Medikamentes (Nitroglyzerin) nicht verschwinden.

Entwarnung

Ein kurzer stechender Schmerz im Brustkorb, der mit einem einzigen Finger exakt lokalisierbar ist, geht in der Regel nicht vom Herzen aus und ist meist harmlos.

So können Sie helfen

  • Alarmieren Sie in der Schweiz den Notruf 144 (oder die örtliche Notrufnummer im Ausland).
  • Geben Sie Adresse (Standort), Name und Alter des Patienten bekannt.
  • Lagern Sie den Herzinfarktpatienten mit leicht angehobenem Oberkörper auf einer harten Unterlage oder am Boden (mit Kissen und Decken unter Kopf, Nacken und Rücken).
  • Öffnen Sie enge Kleider, Krawatte oder Büstenhalter.
  • Beleuchten Sie in der Nacht Wohnung, Treppenhaus und Haustür. Bitten Sie einen Nachbarn, die Ambulanz einzuweisen, während Sie beim Patienten bleiben und ihn beruhigen.
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