Herz-Kreislauf-Stillstand

In der Schweiz sind jährlich 8'000 Personen von einem Herz-Kreislauf-Stillstand betroffen. Weniger als 5 Prozent überleben ein solches Ereignis. Durch sofortige Wiederbelebungsmassnahmen und Defibrillation können die Überlebenschancen wesentlich vergrössert werden.

Zahlen und Fakten zum Herz-Kreislauf-Stillstand

  • In der Schweiz erleiden jährlich etwa 8’000 Personen einen Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • Weniger als 5 Prozent der Betroffenen überleben einen Herzstillstand.
  • Nur 5-13 Prozent der Personen, die ausserhalb des Spitals einen Herzstillstand erleiden und im Spital behandelt werden, überleben bis zum möglichen Spitalaustritt.
  • Die wenigsten Patienten können durch die Rettungsdienste (Ambulanz, Polizei, Feuerwehr) rechtzeitig, innerhalb der kritischen Frist von 3-5 Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstandes, erreicht werden.
  • Durch sofortige Wiederbelebung mit BLS (Basic Life Support) und Defibrillation (AED) könnten wesentlich mehr Menschen überleben.

Symptome

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann sich ohne vorherige Anzeichen einstellen. Häufig jedoch gehen ihm ein Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung voraus. Der Herzstillstand tritt meistens in den ersten Stunden nach Beginn der Infarktbeschwerden ein. Anzeichen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand sind:

  • das Opfer fällt um oder sinkt im Stuhl zusammen
  • keine Reaktion auf lautes Ansprechen und Schütteln
  • keine Atmung

So können Sie helfen

Die lebenswichtigen Schritte bei Personen ohne Reaktion auf Ansprechen oder Schütteln:

Wichtig ist der Druckpunkt für die Herzdruckmassage:

  • Brustkorbmitte
  • untere Brustbeinhälfte
  • 5–6 cm tief eindrücken

Weniger als fünf Personen von hundert überleben einen Herz-Kreislauf-Stillstand ausserhalb des Spitals. Die Zahl könnte wesentlich höher sein, wenn es mehr Laien (Erwachsene und Jugendliche) gäbe, die die Herz-Lungen-Wiederbelebungstechnik kennen und allenfalls auch in der Anwendung eines automatischen externen Defibrillators (AED) geschult wären.

In den allermeisten Fällen sind Herz-Lungen-Wiederbelebung und «Defi» ein untrennbares Paar. Denn bei vier von fünf Menschen wird der Herz-Kreislauf-Stillstand durch Kammerflimmern ausgelöst. Diese plötzliche Rhythmusstörung kommt einem elektrischen Gewitter oder Chaos im Herzen gleich. Das Herz erbringt dann keine genügende Pumpleistung mehr. Die Defibrillation stoppt das Kammerflimmern. Aber bis ein Defibrillator verfügbar ist und auch nach erfolgreicher Defibrillation muss das Herz mit Thorax-Kompression und Beatmung unterstützt und gestärkt werden.

Im Notfall nicht tatenlos zuschauen oder gar weglaufen zu müssen, sondern einem Opfer helfen zu können, ist ein grossartiges Gefühl und gar nicht so schwierig, denn die Technik kann von allen erlernt werden. Zum Beispiel mit Hilfe unseres HELP-Ausbildungsangebots.

Personen, die eine Schulung in BLS absolviert haben, wird empfohlen, sowohl Herzdruckmassage als auch Beatmung durchzuführen (Verhältnis 30:2). Falls die Beatmung nicht gelingt oder falls keine Schulung absolviert wurde, können sich die Ersthelfer auf die Herzdruckmassage beschränken.

Weitere Informationen zum Thema Lebensrettung finden sich im HELP-Notfall-Set der Schweizerischen Herzstiftung.




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