Salz

Ein reduzierter Salzkonsum senkt den Blutdruck und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Eine salzreiche Ernährung kann zu erhöhtem Blutdruck und somit zu einem Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Nicht alle Leute reagieren gleich empfindlich. Dennoch profitieren Kinder wie Erwachsene von einer verminderten Salzzufuhr, auch diejenigen mit normalen Blutdruckwerten und fehlender Salzempfindlichkeit. Mit zunehmendem Alter kann sich die Empfindlichkeit auf Salz verändern.

In der Schweiz wird generell zu viel Salz konsumiert:

Durchschnittlicher Salzkonsum in der Schweiz Empfohlener Salzkonsum durch die WHO
ca. 9 g pro Tag; dies entspricht etwa 2 gestrichenen Teelöffeln Salz weniger als 5 g pro Tag; dies entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel Salz

Welche Lebensmittel tragen am meisten zur Salzaufnahme bei?

Ungefähr 70–80% des konsumierten Salzes wird durch verarbeitete Lebensmittel aufgenommen. Der überwiegende Teil unseres täglichen Salzes steckt in folgenden Produkten:

  • Brot und Backwaren
  • Käse und Käseprodukte (z.B. Fondue)
  • Fleischprodukte (z.B. Wurstwaren, Schinken, Speck etc.)
  • Convenience-Produkte (Fertiggerichte, Menükomponenten etc.)
  • Salzige Snacks
  • Suppen

Um einem Jodmangel vorzubeugen, achten Sie darauf, jodiertes Salz und damit gesalzene Produkte auszuwählen. Meersalz, Fleur de Sel, Salze aus bestimmten Regionen (z.B. Himalaya-Salz), Spezialsalze sowie Bouillon und andere Streuwürze (z. B. Aromat, Tocomare, Maggi) enthalten alle Natriumchlorid (die chemische Bezeichnung für Kochsalz) und helfen deshalb nicht, die Salzzufuhr zu vermindern.

Natrium (Na) in Kochsalzgehalt (NaCl) umrechnen
Auf der Verpackung von Lebensmitteln ist oft anstelle des Salzgehalts der Natriumgehalt (= Sodium) angegeben. Um den Salzgehalt zu berechnen, muss der angegebene Natriumwert (Na) in Gramm mit dem Faktor 2,5 multipliziert werden (1 g Natrium = 2,5 g Kochsalz bzw. NaCl).

Empfehlung des Experten
«Durch einen verringerten Salzkonsum können Sie den Blutdruck senken und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern. Die blutdrucksenkende Wirkung einer salzreduzierten Ernährung können Sie ausserdem durch körperliche Aktivität, Gewichtsreduktion, gemüse- und obstreiche Ernährung und das Meiden von Alkohol unterstützen.» 


Erfahren Sie mehr

Salz

Empfehlungen zum Salzkonsum in der ärztlichen Praxis herausgegeben vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

Flyer «Salz» herunterladen

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Positionspapier Salz und Gesundheit

Die Schweizerische Herzstiftung hat zusammen mit Ärztefachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen das Positionspapier Salz und Gesundheit erarbeitet. Darin fordern sie Massnahmen, um den Salzgehalt in der Ernährung auf ein sinnvolles Mass zu reduzieren.

Download «Positionspapier der Fachgruppen Salz und Gesundheit»

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