Herz-Kreislauf-Krankheiten bei Frauen

Herzinfarkt

Frauen sind durchschnittlich zehn Jahre älter als Männer, wenn sie einen Herzinfarkt haben. Mit dem Alter aber erhöht sich die Sterblichkeit nach diesem Ereignis. Aus diesem Grund sterben Frauen bei einem Herzinfarkt häufiger als Männer.

Bei Frauen sind die Anzeichen oft weniger klar als bei Männern. Deshalb dauert es bei Frauen manchmal länger als bei Männern, bis ein Herzinfarkt erkannt und behandelt wird.

Bei Frauen können folgende Symptome als alleinige Warnsignale auftreten:

  • Atemnot
  • unerklärliche Übelkeit und Erbrechen
  • Druck in Brust, Rücken oder Bauch.

Auch die «klassischen» Symptome können auftreten:

  • heftiger, beengender Druck und klemmende Schmerzen in der Brustmitte von mindestens 15 Minuten Dauer, oft ausstrahlend in Schultern und Arme (meist links), den Hals, Unterkiefer oder Oberbauch
  • Übelkeit, Schwäche, Schwitzen, eventuell kalte blasse Haut
  • Angstgefühl, Atemnot

Verhalten im Notfall

Hirnschlag

Bei Frauen ist das Risiko einen Hirnschlag zu erleiden zwar geringer als bei gleichaltrigen Männern. Weil Frauen aber in der Regel deutlich älter werden als Männer, sind mehr Frauen von einem Hirnschlag betroffen. Auch die Folgen eines Hirnschlags sind bei Frauen einschneidender. Denn Frauen erleiden ihren ersten Hirnschlag durchschnittlich später als Männer. Jedes Altersjahrzehnt aber verdoppelt die Sterblichkeit, und die Zukunftsaussichten verschlechtern sich. Aufgrund der höheren Lebenserwartung von Frauen nimmt die Zahl von Frauen zu, die an einem Hirnschlag sterben, nach einem Hirnschlag behindert bleiben oder an einer gefässbedingten Demenz leiden.

Verhalten im Notfall

Herzinsuffizienz

Eine chronische Krankheit, an der Frauen häufiger leiden als Männer, ist die Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Schreiben Sie Ihre ungewohnte Müdigkeit oder Ihre geschwollenen Knöchel nicht einfach Ihrem Alter zu. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an. Herzinsuffizienz ist eine Krankheit, die wirksam angegangen werden kann, einerseits durch vorbeugende Massnahmen, andererseits durch eine geeignete Behandlung.


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