Elektrokardiogramm (EKG)

Worum es geht

Das EKG ist die wichtigste Untersuchung. Um die elektrische Aktivität des Herzmuskels aufzuzeichnen, werden Elektroden am Brustkorb, an den Handgelenken und Beinen angebracht. Das EKG verrät den gesamten Ablauf der elektrischen Herzaktivität, vom Sinusknoten über die Vorhöfe bis zu den Ventrikeln. Es erlaubt auch Rückschlüsse auf einen früheren Herzinfarkt oder eine Durchblutungsstörung des Herzens. Die Untersuchung ist ungefährlich und schmerzlos.

Vorgehen

Um das EKG abzuleiten, werden am Körper des Patienten je eine Elektrode am linken und am rechten Arm, am linken und am rechten Bein sowie sechs Elektroden auf der Brust angebracht. Ein EKG-Gerät zeichnet die Herzströme auf. Es werden verschiedene EKG-Formen unterschieden:

  • Ruhe-EKG
    Die Aufzeichnung wird gemacht, während der Patient ruhig liegt. Die Untersuchung dauert 5 bis 10 Minuten.
  • Belastungs-EKG oder Ergometrie
    Mit dem Belastungs-EKG wird das Herz unter kontrollierter körperlicher Belastung geprüft. Auf einem Fahrrad oder einem Laufband erfüllt der Patient eine vorgegebene sportliche Leistung. Gleichzeitig wird der Blutdruck gemessen und das EKG aufgezeichnet, um eine beginnende Arrhytmie sofort zu erkennen. Ein Belastungs-EKG dauert 30 bis 45 Minuten.
  • Langzeit-EKG
    Da Arrhythmien oft nur während einiger Minuten am Tag auftreten, greift man für die Untersuchung häufig zum Langzeit-EKG. Wie beim normalen EKG werden drei oder mehr Elektroden auf der Brustwand angebracht. Die Signale werden über ein Kabel an das tragbare Aufzeichnungsgerät geleitet. So wird jeder Herzschlag während 24 oder 48 Stunden auf einem Magnetband registriert, während der Patient seinen üblichen Beschäftigungen nachgeht und allfällige Symptome notiert. Die Aufzeichnung wird später ausgewertet und vom Arzt beurteilt.
  • Patientengesteuertes EKG
    Mit einem patientengesteuerten EKG kann die Herzaktivität während 15 bis 40 Sekunden festgehalten werden. Das Gerät kann tagelang getragen werden. Sobald die Herzbeschwerden auftreten, stellt der Patient das kleine Gerät auf "Aufnahme". Für die Auswertung liegt also später ein EKG während einer symptomatischen Periode vor.
  • Invasives EKG
    In komplizierten Fällen einer Herzrhythmusstörung können ein EKG aus dem Innern des Herzens und eine elektrophysiologische Abklärung weiterhelfen. Damit wird der Ursprung der Herzrhythmusstörung anatomisch millimetergenau festgestellt. Für diese grössere Untersuchung führt der Arzt nach einer örtlichen Betäubung einen feinen Katheter in eine Vene am Unterarm oder in der Leistengegend ein. Der Katheter, an dessen Spitze sich eine Elektrode befindet, wird bis zum Herzen vorgeschoben und an der gewünschten Stelle im Vorhof oder Ventrikel platziert. Der Patient spürt dabei keine Schmerzen. Durch eine kurze, gezielte elektrische Stimulation testet man, wie leicht sich die Arrhythmie auslösen lässt, was für die Wahl der Behandlung von Bedeutung ist. 

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