Diabetes

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Erkrankung des Zuckerstoffwechsels. Im Körper wird die aufgenommene Nahrung grösstenteils in Glukose umgewandelt. Damit Glukose vom Blut in die Körperzellen gelangen kann, braucht es das Hormon Insulin. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Bei Menschen mit Diabetes liegt ein Insulinmangel oder ein mangelndes Ansprechen auf Insulin vor. Die Glukose wird deshalb von den Zellen nicht genügend aufgenommen und sammelt sich im Blut an. Dies führt zu stark erhöhten Blutzuckerwerten. Diabetes fördert die Arteriosklerose. Im Vergleich zu anderen Personen haben Diabetiker ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Hirnschlag. Schwere Durchblutungsstörungen in den Füssen kommen bei Diabetikern 20-mal häufiger vor als bei Gesunden. Auch die Augen, Nieren und das Nervensystem können durch Diabetes geschädigt werden.

Verschiedene Formen von Diabetes

  • Diabetes mellitus Typ 1 beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Bei den Betroffenen werden die Zellen zerstört, die Insulin produzieren. Die Ursachen sind nicht bekannt.
  • Diabetes mellitus Typ 2 tritt vor allem bei Erwachsenen auf. Der Körper bildet zwar noch Insulin, die Zellen können jedoch darauf nicht mehr ausreichend reagieren. Diabetes Typ 2 kommt viel häufiger vor als Diabetes Typ 1. Etwa die Hälfte aller Typ-2-Diabetiker in der Schweiz wissen nichts von ihrer Krankheit! Um sie festzustellen, muss der Zuckerwert im Blut gemessen werden.

Diabetes vorbeugen?

Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für Diabetes Typ 2 – vier von fünf Menschen mit Diabetes Typ 2 sind übergewichtig! Ein normales Körpergewicht, genügend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung tragen entscheidend dazu bei, das Risiko für Diabetes Typ 2 zu senken. Es gibt aber auch bei einem gesunden Lebensstil keine Garantie, dass man nicht an Diabetes erkrankt. Denn auch die Vererbung spielt bei der Entstehung von Diabetes Typ 2 eine wichtige Rolle. Hat man nahe Verwandte (Eltern, Geschwister), die unter Diabetes Typ 2 leiden, steigt das eigene Risiko für die Krankheit deutlich. In diesem Fall ist es sinnvoll, ab dem 40. Lebensjahr jährlich den Blutzucker messen zu lassen.

Das metabolische Syndrom

Übergewicht, ungünstige Blutfettwerte und Bluthochdruck erhöhen das Risiko für Diabetes Typ 2. Häufig treten diese vier Risikofaktoren zusammen auf; dies wird als „metabolisches Syndrom“ bezeichnet. Das metabolische Syndrom ist eine der wichtigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Menschen mit einem metabolischen Syndrom haben ein stark erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Hirnschlag zu erleiden.

Symptome

Starker Durst, häufiges Wasserlassen, wechselnde Sehschärfe, Verschwommensehen, Taubheitsgefühl in den Füssen, Müdigkeit, Leistungsabfall, unerklärlicher Gewichtsverlust trotz Hunger, vermehrte Infektionen. Diese Symptome treten jedoch meistens erst in einem fortgeschrittenen Diabetes-Stadium auf.

Behandlung

Lebensstiländerungen, Medikamente, Insulin.


Weiterführende Informationen und Kontaktstellen finden Sie bei diabetesschweiz.

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