Aortendissektion

Die Aortendissektion entsteht durch einen Riss in der inneren Schicht der Aortenwand (Aorta = Hauptschlagader). Das Blut spaltet (disseziert) die Innen- und die Aussenschicht voneinander. Dazwischen entsteht ein «falscher», blutdurchströmter Kanal. Die Organe – vorab das Herz oder das Gehirn – werden nicht mehr genügend mit Blut versorgt. Der hohe Druck kann sogar die Aussenwand der Aorta aufplatzen lassen.

Symptome

Wenn die Aortendissektion langsam erfolgt, kann sie längere Zeit ohne Beschwerden und unbemerkt verlaufen. Bei raschem Einriss oder Platzen der Aussenwand als Folge der Dissektion spüren Betroffene plötzliche, heftige Schmerzen meist im Brustbereich. Der Schmerz kann auch am Rücken, im Bauch sowie in Armen und Beinen wahrgenommen werden. Je nach Ort des Risses und der Durchblutungsstörung stellen sich zum Beispiel Luftnot und Schocksymptome (Riss in Herznähe) oder Anzeichen eines Hirnschlags ein.

Es handelt sich um einen Notfall. Alarmieren Sie bei Verdacht ohne Zeitverlust die Notfall-Telefonnummer 144 (Schweiz).

Vorbeugung

Die häufigsten Risikofaktoren sind eine Strukturschwäche der Gefässinnenwand (zum Beispiel durch vererbte Erkrankungen des Bindegewebes), ein hoher Blutdruck und die Arteriosklerose. Mit einem gesunden Lebensstil können Sie viel dazu beitragen, dass sich Ihre Gefässe nicht durch Arteriosklerose krankhaft verändern und verengen.

Behandlung

Ist der kurze vom Herzen aufsteigende Teil der Aorta von der Dissektion betroffen, wird meist eine Gefässprothese aus künstlichem Gewebe eingesetzt. Ist der längere, in den Körper absteigende Teil der Aorta betroffen, wird oft die medikamentöse Behandlung (Blutdrucksenkung), vorgezogen. Zusätzlich Schmerzmittel.


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