Newsroom

Herz-Kreislauf-Forschung: Kabellose Schrittmacher bei Rhythmusstörungen

Trotz grosser Erfolge in der Behandlung von Herzkrankheiten, muss weiter geforscht werden. Aufgrund der hohen Lebenserwartung erkranken immer mehr Menschen an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Eine Expertin erklärt, welche Fragen für den Einsatz kabelloser Herzschrittmacher geklärt werden müssen.

Die ersten Herzschrittmacher vor 60 Jahren waren so gross wie ein Eishockey-Puck. Unterdessen haben sich die Geräte enorm verkleinert. Bereits 1970 entstand die Idee, die Schrittmacher zusätzlich kabellos zu gestalten. Denn gerade die Kabel sind der Schwachpunkt der Therapie. 45 Jahre später ist es nun gelungen, den Schrittmacher als winzige Kapsel ohne Kabel direkt ins Herz einzusetzen. «Dies ist der Startschuss für eine neue Ära in der Herzschrittmacher-Therapie», sagt Prof. Hildegard Tanner, Rhythmologin am Inselspital Bern.

Die neue Technologie steckt indes noch in den Kinderschuhen: Das momentan verfügbare Gerät gibt es nur für die rechte Hauptkammer (Bild). Viele Patienten brauchen aber ein Gerät für zwei oder gar drei Kammern. Nötig sind also mehrere kleine Geräte im Herzen, die miteinander kommunizieren und dies auf eine energiesparende Art. Gemäss Tanner ist dies ein heisses Forschungsgebiet, weil solche Mini-Geräte mit anderen Funktionen zukünftig bei weiteren Herzkrankheiten, beispielsweise bei der Herzschwäche, zum Einsatz kommen können.

Artikel aus unserem Magazin HERZ und HIRNSCHLAG, August 2019

Was Sie auch noch interessieren könnte

Hier erfahren Sie mehr, was auf dem Gebiet des Hirnschlags erforscht wird.


Erfahren Sie mehr

Forschungsförderung der Schweizerischen Herzstiftung

Wie kann man Herzinsuffizienz-Patienten besser behandeln? Was hat Vorhofflimmern mit vaskulärer Demenz zu tun? Weshalb schlagen Frauenherzen anders? Weshalb druckt man vor einer Operation Kinderherzen aus? Die Forschungsbroschüre bietet neue Einblicke in die Schweizer Herz-Kreislauf-Forschung.

Hier bestellen

spenden

Dank Spenden können Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer besser erkannt, behandelt oder sogar verhindert werden. 
Helfen auch Sie!

Webseite teilen