Ein Hirnschlag kann jeden treffen, jederzeit

Die Zahlen sind eindrücklich

Hirnschlag...

... ist häufig: Alle 30 Minuten erleidet jemand in der Schweiz einen Hirnschlag.

... ist lebensbedrohlich: Ein Viertel der Hirnschlagbetroffenen stirbt.

... verlangt rasches Handeln: Jeder dritte Patient erreicht das Spital zu spät, um wirksam behandelt werden zu können (ausserhalb des Zeitfensters von 6 Stunden nach Auftreten der Symptome).

... kann jeden treffen: 15% der Betroffenen sind jünger als 65 Jahre.

Bei einem Hirnschlag zählt jede Minute

Ein Hirnschlag wird verursacht durch eine Durchblutungs-störung im Gehirn. In den weitaus meisten Fällen ist ein Blutgerinnsel (Thrombus), das ein Hirngefäss verstopft, dafür verantwortlich. Das betroffene Hirnareal erhält nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe und wichtige Körper-funktionen (Bewegen, Sehen, Sprechen) fallen aus. Je schneller die Blutversorgung wiederhergestellt wird, desto weniger Nervenzellen werden geschädigt oder sterben ab. Deshalb ist jede Minute, die der Patient früher ins Spital kommt, kostbar!

In der Akutbehandlung wird das Blutgerinnsel mit Medikamenten aufgelöst oder mit einem Katheter aus dem Gefäss entfernt. Gelingt dies rechtzeitig, können viele Hirnschlagopfer vor Tod und bleibenden Behinderungen bewahrt werden.

Daher ist wichtig, dass Betroffene notfallmässig und ohne jeglichen Zeitverlust in einem spezialisierten Spital eintreffen und dort abgeklärt und behandelt werden.

Liste der Spitäler mit Stroke Center oder Stroke Unit, die auf die Behandlung von Hirnschlagpatienten spezialisiert sind.

Merken Sie sich die wichtigsten Symptome!

  • Plötzliche Lähmung, Gefühlsstörung oder Schwäche, meist nur auf einer Körperseite (Gesicht, Arm oder Bein)
  • Plötzliche Blindheit (oft nur auf einem Auge) oder Doppelbilder
  • Sprachstörungen oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen

Weitere Informationen zu Symptomen und Warnsignalen eines Hirnschlags

Handeln Sie rasch und richtig!

Wenn eines dieser Symptome auftritt:

  • Alarmieren Sie sofort den Notruf 144.
  • Verlangen Sie die Überweisung in das nächstgelegene Spital mit Stroke Center oder Stroke Unit, das auf die Behandlung von Hirnschlagpatienten spezialisiert ist.

Liste der Stroke Centers und Stroke Units alphabetisch nach Orten

Ein Hirnschlag kommt selten aus heiterem Himmel

Bei jedem dritten Betroffenen gehen Warnsignale voraus. Solche Vorboten sind flüchtige Durchblutungsstörungen, die als «Mini-Schlaganfälle», Streifung oder «Schlegli» auftreten und als transitorische ischämische Attacken (TIA) bezeichnet werden. Die gleichen Symptome wie bei einem «richtigen» Hirnschlag treten auf, dauern aber nur wenige Minuten, zum Beispiel eine plötzliche kurz dauernde Lähmung eines Armes oder eine flüchtige Sehstörung.

Weil die Symptome einer TIA nur kurze Zeit andauern, werden sie als Warnzeichen vielfach nicht ernst genommen. Oft ist eine TIA Vorbote eines bevorstehenden Hirnschlags. Suchen Sie bei solchen Warnsignalen unverzüglich den Arzt oder das Spital auf, um einen Hirnschlag rechtzeitig vermeiden zu können.

Beugen Sie vor

Die gute Nachricht ist: Rund die Hälfte aller Hirnschläge können durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise vermieden werden.

  • Verzichten Sie auf das Rauchen. Die Rauchstopplinie 0848 000 181 hilft.
  • Bewegen Sie sich regelmässig. Bereits 2½ Stunden pro Woche oder noch besser 30 Minuten täglich wirken sich günstig auf Ihre Gesundheit aus.
  • Achten Sie auf ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse und wenig Salz.
  • Halten Sie Ihr Körpergewicht im Normalbereich. Bauen Sie Übergewicht langsam ab.
  • Gönnen Sie sich regelmässige Entspannung im Alltag. Vermeiden Sie Dauerstress.
  • Lassen Sie den Blutdruck einmal jährlich durch eine Fachperson messen.
  • Eine Bestimmung Ihrer Blutfettwerte ist ab 40 Jahren alle fünf Jahre ratsam, bei familiärer Belastung häufiger.
  • Ihre Blutzuckerwerte sollten Sie bei Verdacht auf Diabetes und/oder bei familiärer Belastung mindestens einmal jährlich kontrollieren lassen.


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