Weshalb forschen

Viel wurde schon erreicht, aber zahlreiche Fragen liegen nach wie vor im Dunkeln. Antworten darauf zu finden, bedeutet für viele Patientinnen und Patienten die einzige Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Die Forschungsförderung ist deshalb ein zentrales Anliegen der Schweizerischen Herzstiftung.

Ein wichtiger Beitrag für den Fortschritt

Seit ihrer Gründung im Jahre 1967 hat die Schweizerische Herzstiftung 826 Forschungsprojekte auf dem Gebiet Herz-Kreislauf mit einer Summe von über 53,1 Mio. Franken gefördert. Sie hat damit wesentlich zu den Fortschritten beigetragen, die vielen Herz- und Hirnschlagpatienten eine bessere Lebensqualität und höhere Lebenserwartung ermöglichen sowie den Gesunden eine wirksame Vorbeugung erlauben.

Neue Lösungen sind gefragt

Trotzdem sind Herz-Kreislauf-Krankheiten auch heute noch Todesursache Nr. 1 sowie ein Hauptgrund für Arztbesuche und Spitaleinweisungen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu früher zwar viel besser. Die Betroffenen können aber nur selten ganz geheilt werden. Ihre Lebensqualität bleibt für den Rest ihres Lebens eingeschränkt. Es folgt oft eine langwierige Rehabilitations-Phase, die in vielen Fällen niemals abgeschlossen sein wird. Um in Zukunft besser helfen zu können, werden deshalb neue Lösungen aus der Forschung benötigt. Durch sie sollen einerseits Krankheiten besser behandelt werden können. Andererseits müssen auch Wege gefunden werden, um die Folgeschäden besser in den Griff zu bekommen und den Patienten für die verbleibende Zeit eine bessere Lebensqualität zu bieten.

Schweizerische Herzstiftung fördert unabhängig

Die Schweizerische Herzstiftung nimmt als Förderinstitution eine bedeutende Stellung im Bereich Herz-Kreislauf ein. Sie verhilft in erster Linie vielversprechenden Forschungsideen, die für Betroffene einen direkten Nutzen bringen, zum Durchbruch. Allerdings wird die Diskrepanz zwischen den von der Forschung benötigten und den verfügbaren Mitteln ständig grösser. Im 2018 hat die Schweizerische Herzstiftung 2,4 Mio. Franken in die Forschung investiert. Von den eingegangenen 124 Gesuchen mussten wir wegen der beschränkten Mittel viele Forschungsprojekte ablehnen, darunter auch qualitativ hochstehende. Unterstützt wurden die erfolgversprechendsten 35 Forschungsprojekte. Ein Viertel der Beiträge entfiel auf Hirnschlag, ein Drittel auf Herzinsuffizienz, ein Drittel auf Arteriosklerose, vier Prozent auf Herzrhythmusstörungen; die restlichen dreizehn Prozent kamen verschiedenen anderen kardiovaskulären Krankheiten zugute.

Forschungsprojekte 2018

Zentrale Aufgabe der Schweizerischen Herzstiftung

Die Forschungsförderung gehört zu den zentralen Aufgaben der Schweizerischen Herzstiftung. Unterstützt werden Forschungsprojekten, die in der Schweiz durchgeführt oder initiiert werden, und an denen Schweizer Forschende massgeblich beteiligt sind. Thematisch werden sowohl Herzkrankheiten als auch Krankheiten der Blutgefässe und Durchblutungsstörungen des Gehirns (Hirnschlag) berücksichtigt. Alle korrekt eingereichten Gesuche durchlaufen einen rigorosen Review-Prozess. Unterstützt werden nur Projekte von hoher wissenschaftlicher Qualität, die mit einem potenziellen Nutzen für Patientinnen und Patienten verbunden sind.


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Forschungsförderung der Schweizerischen Herzstiftung

Wie kann man Herzinsuffizienz-Patienten besser behandeln? Was hat Vorhofflimmern mit vaskulärer Demenz zu tun? Weshalb schlagen Frauenherzen anders? Weshalb druckt man vor einer Operation Kinderherzen aus? Die Forschungsbroschüre bietet neue Einblicke in die Schweizer Herz-Kreislauf-Forschung.

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Prof. Dr. Thomas Lüscher
Prof. Dr. Thomas Lüscher ist Mitglied des Ausschusses des Stiftungsrats und Vorsitzender der Kommission Forschung der Schweizerischen Herzstiftung. Er ist Chairman des Centers for Molecular Cardiology an der Universität Zürich und Director of Research, Education & Development am Royal Brompton and Harefield Hospital and Imperial College, London, UK.

 

 

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