HELP-Preis 2010

Die Lebensretter mit dem HELP-Preis 2010
Die Lebensretter mit dem HELP-Preis 2010

Am 27. Februar 2008 liegt Moreno Sasselli mit Grippe und Fieber im Bett. Sein Schwiegervater besucht ihn kurz zuhause und als sich die zwei an der Türschwelle verabschieden, sinkt der Schwiegervater plötzlich entkräftet zu Boden. Sofort hat Moreno Sasselli seinen Sohn gebeten, die Ambulanz zu benachrichtigen, während er sich um den Schwiegervater kümmert und feststellt, dass er bereits nicht mehr atmet und sein Herz nicht mehr schlägt. Die Ambulanz, in der Zwischenzeit am Telefon, hat ihn nach einer kurzen Lagebesprechung aufgefordert, sofort mit der Herz-Lungen-Massage zu beginnen. Ohne Vorkenntnisse in der Lebensrettung und nur unter der telefonischen Anleitung der Ambulanzmitarbeitenden beginnt der Preisträger daraufhin mit der Wiederbelebung – und das alles mit 40 Grad Fieber! Nach rund 10 Minuten treffen die medizinischen Fachpersonen ein und übernehmen die weitere Behandlung des Patienten. Infolge zweier Elektroschock-Abgaben mittels Defibrillator kommt dieser wieder zu sich und wird mit der REGA ins Spital von Lugano geflogen. Die Tessiner Klinik konnte er nach einigen Wochen Rehabilitation und dank dem beherzten Einsatz von Moreno Sasselli ohne Folgeschaden verlassen.

Die Veteranen des FC Wetzikon trainieren an diesem lauen Sommerabend des 10. Juni 2009 wie üblich auf der Sportanlage Meierwiesen im Zürcher Oberland. Plötzlich klagt ein Fussballspieler über Unwohlsein und Schwindel. In der Garderobe möchte er sich ein wenig ausruhen. Doch noch auf dem Weg dorthin beginnen seine Arme und Hände unangenehm zu kribbeln. Wenig später verliert er das Bewusstsein. Sein Teamkollege Charly Müller, der ihn zur Garderobe begleitet, stellt daraufhin fest, dass er bereits nicht mehr atmet und sein Herz aufgehört hat zu schlagen. Er tut dann das einzig richtige: Er lässt sofort den Rettungsdienst alarmieren und beginnt seinen Kollegen mittels Herz-Lungen-Massage zu reanimieren. Mike Strasser, der diensthabende Bademeister und Platzwart der Sportanlage, wird in der Zwischenzeit gerufen. Mit dem Defibrillator in den Händen eilt er Charly Müller zur Hilfe. Das Gerät empfiehlt eine Schock-Abgabe. Nach deren Ausführung führen die Preisträger die Wiederbelebungs­mass­nahmen fort. Wenig später treffen die Rettungskräfte ein und übernehmen von nun an die Betreuung des Patienten. Dieser kann heute wieder ein aktives Leben führen – dank dem raschen und richtigen Handeln von Charly Müller und Mike Strasser und der glücklichen Tatsache, dass ein Defibrillator in Reichweite war.

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