HELP-Preis 2009

Haben erfolgreich je ein Leben gerettet: Bruno Kurt, Andrea Ammon und Jonas Lanter (von links nach rechts)
Haben erfolgreich je ein Leben gerettet: Bruno Kurt, Andrea Ammon und Jonas Lanter (von links nach rechts)

Die Badmeisterin Andrea Ammon wechselt am 7. Februar 2008 mit einem regelmässigen Besucher der Schwimmhalle wie üblich noch ein paar Worte, bevor dieser ins Becken steigt, um seine gewohnten 2 km zu schwimmen. Kurze Zeit später wird die Badmeisterin durch die Aufsichtsperson wegen eines Notfalls aus einem Telefongespräch gerissen. Im Schwimmbecken erkennt Andrea Ammon den leblosen Körper des Schwimmers und kann ihn mit Hilfe anderer Badegäste aus dem Wasser ziehen. Die Retterin tut das einzig Richtige: Sie beauftragt die Aufsichtsperson, die Nummer 144 anzurufen und schickt die Schwimmlehrerin los, um den Defibrillator zu holen. Inzwischen beginnt die Preisträgerin mit den Herz-Lungen-Wiederbelebungsmassnahmen. Nach zwei Schock-Abgaben durch den Defibrillator trifft die Sanitätspolizei in der Schwimmhalle ein und übernimmt die Betreuung des Patienten. Dieser kann anschliessend dank des raschen und richtigen Handelns von Andrea Ammon in stabilem Zustand ins Spital transportiert werden.

Bruno Kurt macht sich am 21. Februar 2007 auf den Weg zum Tennisplatz um die nächste Lektion vorzubereiten, als er plötzlich Hilferufe von Spielern hört. Einer von ihnen ist bewusstlos auf dem Tennisplatz zusammengebrochen. Ein Team-Kollege alarmiert den Notruf 144, während der Preisträger sofort den Notfallkoffer der Tennishalle Münsingen holt, der mit einem Defibrillator und Sauerstoff ausgerüstet ist. Nach einem Elektroschock durch den Defibrillator und anschliessender Herz-Lungen-Massage kommt der Patient nach etwa fünf Minuten wieder zu sich und erhält von Bruno Kurt Sauerstoff verabreicht. Kurz darauf wird der Patient durch die Sanitätspolizei Bern ins Inselspital gefahren, wo dank des raschen und kompetenten Handelns von seinem Retter keine neurologischen Schäden festgestellt werden. Heute kann sich die gerettete Person wieder sportlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Skifahren, widmen.

Am 16. Februar 2009 hat sich Jonas Lanter mit einem Freund zum Mittagessen verabredet. Als dieser nicht erscheint und sich auch nicht meldet, betritt der Retter die Wohnung des Freundes. Er erschrickt, als er einen leblosen Körper am Boden antrifft und beginnt sofort mit der Reanimation, damit keine wertvolle Zeit verloren geht. Er macht ausdauernd Herz-Lungen-Wiederbelebung, bis er den Patienten zur Betreuung an medizinische Fachpersonen übergeben kann. Den Muskelkater durch die Reanimation spürt Jonas Lanter noch Tage später, jedoch hat sich die Anstrengung gelohnt. Im Spital stabilisiert sich der Zustand des Patienten nach mehrmaliger Defibrillation. Schliesslich kann der Mann ohne Folgeschäden nach Hause zurückkehren.

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